Marktticker – behalten Sie den Überblick

Sie möchten eine professionelle Einschätzung von unseren Experten aus dem Fondsmanagement zu Entwicklungen von Märkten und Indizes? Mit unserem Marktticker informieren wir Sie wöchentlich.
 

MarktTicker 37. Kalenderwoche 2021

Liebe Leserinnen und Leser, der drohende Zahlungsausfall des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande machte Marktteilnehmer nervös. Der Hang Seng-Index verlor in dieser Woche 4,9 Prozent, angeführt wurde der Verlustreigen von den nach Verkäufen größten Immobilienentwicklern Country Garden Holding (-17,7 Prozent) und Sunac China Holdings (-22,5 Prozent). Der jüngste Verkaufsreigen setzte ein, nachdem Evergrande am Donnerstag die vorübergehende Aussetzung des Handels mit Anleihen seiner größten Sparte Hengda Real Estate beantragt hatte. Zuvor hatte die Ratingagentur China Chengxin International die Anleihen von Hengda auf herabgestuft. Auch in den Tagen zuvor wurde der Handel mit den Titeln aufgrund der hohen Schwankungen immer wieder ausgesetzt. Bereits im Juni geriet Evergrande mit Zinszahlungen für Anleihen in Verzug. Getrieben wurden die Verkäufe von der Angst um einen ungeregelten Zahlungsausfall von Evergrande. Dieser hätte nicht nur massive Auswirkungen auf die betroffenen Banken sowie auf andere Bauträger, sondern auf den gesamten chinesischen Kreditmarkt.

Die chinesische Regulierung arbeitet bereits an einem geregelten Zahlungsausfall, der zwar für institutionelle Anleger hart ausfallen dürfte. Denkbar wäre aber auch beispielsweise ein geringer Abschlag für Privatanleger und die Übernahme einzelner Assets und Immobilienprojekte durch Staatsunternehmen, was die Privatanleger beruhigen sollte. Doch selbst im Fall einer Insolvenz sollte ein Überschwappen der Risiken in andere Bereiche des chinesischen Marktes begrenzt bleiben. Ein internationaler „Lehman-Moment“ ist ebenfalls nicht zu befürchten: Die Probleme von Evergrande beschränken sich auf den chinesischen Markt, da das Unternehmen nicht stark global verflochten ist.

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MarktTicker 36. Kalenderwoche 2021

Liebe Leserinnen und Leser, die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt leicht den Fuß vom Gas und wird das Tempo ihrer PEPP-Anleihekäufe im vierten Quartal etwas drosseln. Dies wurde einstimmig vom EZB-Rat auf der Sitzung am Donnerstag beschlossen. Die Euro-Rentenmärkte reagierten mit rückläufigen Renditen auf den EZB-Entscheid. Im Vorfeld waren diese etwas angezogen, sodass in der Berichtswoche per saldo wenig Veränderung am Anleihemarkt zu beobachten war. In den USA verlief der Handel in engen Bahnen und unspektakulär. Die Aktienbörsen tendierten uneinheitlich, Asien zeigte sich weiterhin von der freundlichen Seite, während die Märkte in Europa und in den USA mehrheitlich leichte Verluste verzeichneten.

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MarktTicker 35. Kalenderwoche 2021

Liebe Leserinnen und Leser, die Preissteigerung in Deutschland und im Euroraum liegt weiter auf hohem Niveau. Gleichzeitig mehren sich vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am kommenden Donnerstag im Rat die kritischen Stimmen zur expansiven Geldpolitik. Vor allem stehen dort die Anleiheankäufe im Blickpunkt. Ungeachtet dessen hat aber die Aussicht auf ein lang anhaltend niedriges Zinsniveau und die fortgesetzte Erholung der Wirtschaft die Aktienbörsen in der Berichtswoche wieder begünstigt. Die großen Märkte lagen durchweg im Plus, teils wurden wieder Rekordstände erreicht. Im Staatsanleihesektor tat sich vor der EZB-Sitzung eher wenig. Bundesanleihen gaben etwas nach, deren Renditen stiegen leicht an.

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