Hoch mit den Zinsen

Kolumne mit Dr. Jörg Zeuner

EZB

21. Oktober 2022 – Es ist fast eine ausgemachte Sache: Der Kapitalmarkt erwartet von der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag einen weiteren historischen Zinsschritt. Auch wir gehen von einer erneuten Anhebung um 75 Basispunkte aus. Damit würde der Einlagensatz auf 1,5 Prozent und der Hauptrefinanzierungssatz auf 2 Prozent steigen.

Grund ist ein anhaltend hoher Inflationsdruck. Ablesbar ist er an den Erzeugerpreisen. Das sind die Preise, die Unternehmen in der Herstellung ihrer Produkte zahlen. Sie sind in Deutschland im September den zweiten Monat in Folge gestiegen, und zwar mit dem Rekordwert von 45,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Haupttreiber waren vor allem die Energiepreise. Mit etwas Verzögerung macht sich das auch beim Endverbraucher bemerkbar. Immerhin hat sich die Rate im Monatsvergleich von 7,9 Prozent im August auf 2,3 Prozent leicht abgeschwächt. Das zeigt: Trotz der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas in Deutschland gibt es Anzeichen einer Beruhigung. Im nächsten Jahr dürfte der Aufwärtsdruck nachlassen, weil die niedrigen Energiepreise des Vorjahres aus der Statistik herausrutschen.

Vorerst geht es aber mit den EZB-Zinsen weiter aufwärts. Wir erwarten im ersten Quartal einen Einlagensatz von 2,75 Prozent und einen Hauptrefinanzierungssatz von 3,25 Prozent. Dann könnte eine Pause folgen, sollte eine ausgeprägte Kältewelle im Winter und damit ein Gasengpass ausbleiben. Das würde auch das frostige Klima an den Kapitalmärkten lindern.

Dr. Jörg Zeuner

Dr. Jörg Zeuner ist seit Juni 2019 Chefvolkswirt und leitet den Bereich Research & Investment Strategy des Portfoliomanagements von Union Investment. Seine Einschätzung zu aktuellen Kapitalmarktthemen erscheinen regelmäßig.

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